Spielbericht
 
SSV Fortschritt Lichtenstein - VfB Fortuna Chemnitz 8:1
Landesklasse Herren St. West - So. 12.11.2017, 14:00 Uhr

Aufstellung:
Schön - Neubert, Weißbach, von der Mühlen, Löbner (58. Müller) - Büttner, Wiebel, Weigel, Vass (44. rote Karte) - Rüger, Schneider (66. Schäfer)

Torschützen:
1:0 Bär (4.), 2:0 Hölzel (8.), 2:1 Vass (25.), 3:1 Schmidt (39.), 4.1 Hüttig (42.), 5:1 Hüttig (55.), 6:1 Bär (58.), 7:1 Wallussek (78.), 8:1 Bär (87.)

Zuschauer: 55

Schiedsrichter: Nico Köhler, Leon Keller und Mike Auge

Komplett „gebrauchten Tag“ erwischt
Beim Aufsteiger SV Fortschritt Lichtenstein erwischte unsere 1. Männermannschaft einen völlig „gebrauchten Tag“ und verlor überraschend klar mit 1:8 (1:4). Bereits in der 4. Spielminute konnte Nico Bär 25 Meter vor dem Fortuna-Tor ungehindert den Ball annehmen, sich zurecht legen und abziehen. Das Leder schlug hinter dem – diesmal für Fabian Gerstenberg – im Chemnitzer Tor stehenden David Schön zum 1:0 ein. Bereits im Gegenzug ergab sich eine Ausgleichschance, als sich Florian Rüger durch die Lichtensteiner Abwehr dribbelte, aber von halbrechts nur dass Außennetz traf. Hier wäre eine Eingabe auf den mitgelaufenen Chris Schneider vielleicht die bessere Option gewesen. In der 8. Spielminute konnten die Chemnitzer auf der linken Seite eine Flanke in den Torraum nicht verhindern und dort stand Robin Hölzel mutterseelenallein und köpfte platziert ins lange Eck zum 2:0 (8.). Dem folgt dann die beste Phase der Fortuna. Mit flüssigen Kombinationen erspielt man sich einige Chancen. Leider konnten diese durch Chris Schneider (16.) und Gabor Vass (19.) nicht genutzt werden. Nach schönen Zuspiel von Sebastian Büttner gelang dann Gabor Vass in der 25. Spielminute der Anschlusstreffer. In der Folgezeit wirbelten Chris Schneider, Max Löbner und Florian Rüger die Abwehr der Gastgeber aufgrund ihrer Schnelligkeit mehrfach durcheinander und wurden dabei in Strafraumnähe mehrfach rüde gefoult. Schiedsrichter Nico Köhler (Annaberg-B.) verpasste hier aber rechtzeitig dem mit einer Verwarnung Einhalt zu bieten. Torchancen hatten die Gäste trotzdem. So gingen Kopfbälle von Gabor Vass und Martin Wiebel jeweils nach Ecken von Florian Rüger knapp neben das Tor (32., 36.). Die Spielentscheidung fiel dann kurz vor der Pause. Eine eher harmlose Flanke hatte Fortuna-Keeper David Schön eigentlich schön sicher, aber der rutschige Ball glitt ihm wieder aus den Händen auf den Fuß von Tobi Schmidt, der den Ball zum 3:1 über die Linie drückte (39.). Drei Minuten später konnte Manuel Neubert eine Flanke von rechts nicht unterbinden und Robin Hölzel kam wieder frei zum Kopfball, den David Schön noch am überqueren der Linie hintern konnte. Florian Hüttig reagierte am schnellsten und stocherte das Spielobjekt ins Chemnitzer Tor. Kurze Zeit später foulte Gavor Vass seinen Gegenspieler von hinten in Höhe der Mittellinie und sah dafür die rote Karte. Ohne Frage, die Entscheidung war regelkonform. Aber diese Aktion hätte es vielleicht nicht gegeben, wenn der Schiedsrichter bei den beschriebenen klaren Fouls zuvor nicht nur Freistoß, sondern auch eine Karte gegeben hätte. Mit einem 4:1 Rückstand und einem Spieler auf dem Feld weniger konnte es für die Chemnitzer in zweiten Durchgang eigentlich nur um Schadensbegrenzung gehen. Doch die Unsicherheit war den Spielern anzumerken, so wurden oft, bei eigenen Ballbesitz, die falschen Entscheidungen getroffen. In der 55. Spielminute verlor Nico Weißbach den Ball an der Außenlinie. Robin Hölzel schaltet am schnellsten und bediente Florian Hüttig, der zum 5:1 einnetzt. Zwei Minuten später zog Nico Bär in Höhe der Mittellinie ab und überraschte damit David Schön im Chemnitzer Tor abermals zum 6:1. Der eingewechselte David Wallussek (78.) und eine Eigentor von David Schön nach Flanke von Nico Bär (87.) sorgten dann für den 8:1 Endstand. Das es am Ende nicht zweistellig wurde, verdankte die Fortuna zwei tollen Paraden von David Schön gegen die frei vor ihm auftauchenden Robin Hölzel (69.) und Lars Walther (75.). Echte Torchancen für die Fortuna gab es im zweiten Durchgang nicht. Diese herbe Niederlage gilt es nun so schnell wie möglich aus den Köpfen zu bekommen. Schließlich ist man – auch dank der Inkonstanz der Konkurrenz – noch Tabellenzweiter. Wenn das so bleiben soll, müssen beim nächsten Heimspiel gegen Aufsteiger Großrückerswalde wieder drei Punkte her. Dazu bedarf es aber der vollen Konzentration eines jeden einzelnen Spielers und eine Reaktion der gesamten Mannschaft. (FR)